Baggersteuerung mittels Brain-Computer-Interface

Garamantis Blog


Garamantis entwickelte die Software, die zwischen der Elektroden-Kappe und der Baggersteuerung kommuniziert

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Die Umsetzung funktioniert so, dass der Benutzer eine mit Elektroden besetzte Kappe trägt und nach einer kurzen Trainingsphase bereits die Baggerbewegungen umsetzt, die er mit seinen Gedanken auslösen möchten. Er stellt sich dazu vor seinem geistigen Auge die gewünschte Bewegung vor, um diese tatsächlich am Bagger auszulösen, der in sicherer Entfernung steht. Optional ist die Steuerung auch per Eyetracking möglich.

Baggersteuerung mittels Brain-Computer-Interface

Die erste Version dieser Technologie wurde auf dem Ars Electronica Festival in Linz sehr gut angenommen und beeindruckte Benutzer und Besucher. Aufgrund des Erfolges entschied sich Wacker Neuson für eine Weiterentwicklung der Steuerung durch Ars Electronica Solutions, um Besucher des Unternehmens sowie künftige Mitarbeiter zu begeistern und Zukunftsfähigkeit zu demonstrieren. Garamantis wurde beauftragt, kurzfristig eine Middleware zu entwickeln, die die verschiedenen Interfaces robust verbindet und direkt die Baggersteuerung anspricht. Aktionen wie nach links und rechts drehen, Baggerarm heben und senken und das Bewegen der Schaufel waren einige der insgesamt 8 Steuerbefehle. Oberste Priorität hatte bei allem die Sicherheit, da die sechs Tonnen schwere Maschine natürlich keinen Schaden anrichten darf.

Bereits wenige Tage nach Beauftragung lieferte Garamantis die Software, die zwischen Hardware des Herstellers der Elektroden-Kappen gtec medical engineering, dem Trainingsmonitor sowie der Baggersteuerung kommuniziert. Für die direkte Steuerung der Bagger-Elektronik wurde ein Arduino mit WLAN in dieser verbaut. Nach Installation und Test vor Ort wurde das Brain-Computer-Interface in Betrieb genommen und in neuer Form im Rahmen der CompactDays am 6. und 7. April 2018 am Firmensitz in Hörsching präsentiert.