Wartung & Support für Corporate Showrooms
- Showroom
Ein Corporate Showroom oder eine interaktive Ausstellung muss nicht nur am Tag der Eröffnung funktionieren. Die Technik soll jeden Morgen zuverlässig starten, einen kompletten Betriebstag bewältigen und auch nach vielen Jahren stabil laufen.
Bei komplexen interaktiven Systemen ist das eine eigene Disziplin. Displays, Projektoren, PCs, Server, Netzwerkkomponenten, Sensoren, Licht, Audio, individuelle Software und Content-Management-Systeme arbeiten als Gesamtsystem zusammen. Fällt eine kritische Komponente aus, kann das mehrere Stationen gleichzeitig betreffen und das Benutzererlebnis empfindlich stören. Ein Showroom muss schließlich jederzeit einsatzbereit sein, auch bei unangekündigten Besuchen von Kunden und Besuchern.
Garamantis entwickelt und betreut seit mehr als zehn Jahren Corporate Showrooms und interaktive Ausstellungen. Unsere Installationen laufen seit vielen Jahren zuverlässig im täglichen Betrieb. Diese Erfahrung fließt bereits in die technische Planung neuer Projekte ein.
Was gehört zur Wartung eines interaktiven Showrooms?
Wartung bedeutet bei einem modernen Showroom wesentlich mehr als den Austausch defekter Hardware. Zum Betrieb gehören je nach Projekt unter anderem:
- automatisches Monitoring der technischen Infrastruktur
- Überwachung von PCs, Servern und Netzwerkkomponenten
- Remote-Support und Fehlerdiagnose
- Pflege von Betriebssystemen, Treibern und Firmware
- Wartung individueller Software
- Ersatzteilmanagement
- Backups und Wiederherstellung
- regelmäßige präventive Wartung
- Vor-Ort-Service
- Schulung und technische Dokumentation
- individuelle Service-Level-Agreements
Wie umfangreich diese Leistungen sein müssen, hängt dabei vom Projekt ab. Ein Corporate Showroom, der überwiegend werktags genutzt wird, stellt andere Anforderungen, als ein Museum mit sieben Tagen starkem Publikumsbetrieb.
Betriebssicherheit beginnt bei der technischen Planung
Schon bei der Auswahl der Hardware betrachten wir nicht nur Leistung und Preis. Wir prüfen auch, welche Rolle eine Komponente im Gesamtsystem spielt: Wie wahrscheinlich ist ein Ausfall? Was passiert dann? Wie schnell lässt sich Ersatz beschaffen? Sollte ein Ersatzgerät bereits vor Ort lagern?
Der Verlust eines physischen Markers lässt sich beispielsweise in wenigen Sekunden beheben, wenn ein Ersatz im Technikraum liegt. Der Ausfall eines zentralen Servers oder Netzwerk-Switches kann dagegen mehrere Stationen gleichzeitig betreffen.
Aus dieser Betrachtung entstehen Ersatzteilstrategie, Monitoring und Wartungsplan.
Automatisches Monitoring
In jedem Garamantis-Projekt werden wichtige technische Komponenten aktiv überwacht. Welche Werte dabei relevant sind, legen wir für die jeweilige Installation fest.
Typische Parameter sind:
- Erreichbarkeit von Komponenten im Netzwerk
- Status von PCs und Servern
- Temperaturen
- Zustand wichtiger Softwareprozesse
- System- und Fehlermeldungen
- Kommunikation zwischen einzelnen Komponenten
So fallen viele Probleme auf, bevor ein Besucher vor einem schwarzen Bildschirm steht. Bei einer Störung stehen außerdem bereits technische Informationen zur Verfügung. Gerade bei großen Installationen mit vielen vernetzten Geräten beschleunigt das die Fehlersuche erheblich.
Typische Wartungsfälle in Showrooms und Ausstellungen
Viele Wartungsaufgaben wiederholen sich in unterschiedlichen Projekten. Einige Beispiele zeigen, worauf es im täglichen Betrieb ankommt.
PCs und Server: CPU, GPU, Temperatur und FPS
Leistungsfähige Echtzeitanwendungen stellen hohe Anforderungen an die Hardware. Das gilt besonders für komplexe Unity-Anwendungen, wie Garamantis sie für interaktive Installationen entwickelt.
Deshalb prüfen wir nicht nur, ob ein Rechner läuft. Wir monitoren wir unter anderem CPU- und GPU-Auslastung, Temperaturentwicklung, verfügbare Systemressourcen und die Bildrate (FPS) der Anwendung.
Die FPS sind ein guter Indikator dafür, ob eine Anwendung auch unter hoher Last stabil läuft. Bei der Entwicklung und Inbetriebnahme testen wir die Systeme deshalb unter realistischen Bedingungen. Auch später können solche Werte auf Probleme hinweisen. Steigt etwa die Temperatur eines Rechners ungewöhnlich stark an, kann eine verschlechterte Kühlung die Ursache sein.
Für PCs und Server setzen wir ausschließlich professionelle Business-Hardware ein, die für den 24/7-Betrieb vorgesehen ist. Für die eingesetzten Systeme steht zudem ein Hersteller Service zur Verfügung, der defekte Geräte innerhalb von 24 Stunden austauschen kann.
Projektoren: Filter und Verschleißteile
Projektoren laufen in immersiven Räumen und Ausstellungen häufig viele Stunden am Tag. Ihre Wartung lässt sich gut planen. Filter müssen abhängig von Gerät, Umgebung und Betriebszeit regelmäßig gereinigt oder gewechselt werden. Setzt sich ein Filter mit Staub zu, verschlechtert sich die Kühlung und die Betriebstemperatur kann steigen.
Auch Leuchtmittel und andere Verschleißteile besitzen eine begrenzte Lebensdauer. Betriebsstunden und Wartungsintervalle werden deshalb im Blick behalten. So kann ein Wechsel außerhalb der Öffnungszeiten stattfinden und nicht erst nach einem Ausfall.
Haptische Elemente und Marker
In vielen interaktiven Installationen gehören physische Objekte zum Bedienkonzept. Marker werden auf Touchscreens gestellt, Objekte bewegt oder Bedienelemente von zahlreichen Besuchern täglich benutzt.
Diese Teile sind einer hohen mechanischen Belastung ausgesetzt. Außerdem kommt es im Ausstellungsbetrieb vor, dass ein Marker beschädigt wird oder verschwindet.
Für solche Komponenten halten wir deshalb häufig Ersatz direkt am Standort vor. Das Personal kann einen fehlenden Marker sofort ersetzen und die Station weiter betreiben.
Remote Support
Die meisten Probleme lassen sich lösen, ohne dass ein Techniker zum Standort fahren muss.
Garamantis plant einen geeigneten Remote-Zugang bereits bei der technischen Konzeption ein. Je nach IT-Infrastruktur und Sicherheitsanforderungen des Kunden nutzen wir beispielsweise VPN, Proxy-Lösungen oder TeamViewer.
Unsere Techniker können darüber Logs und Systemzustände prüfen, Softwareprozesse neu starten, Konfigurationen kontrollieren, Rechner neu starten oder Kommunikationsprobleme zwischen einzelnen Komponenten untersuchen.
Wenn tatsächlich Hardware ausgetauscht werden muss, hilft die Ferndiagnose ebenfalls: Wir wissen vor dem Vor-Ort-Termin, wo das Problem liegt und welche Ersatzteile benötigt werden.
Regelmäßige Wartung statt Warten auf den Ausfall
Bei großen Ausstellungen kommen regelmäßige Vor-Ort-Wartungen hinzu. Dabei prüfen wir Systemzustände und Fehlermeldungen, kontrollieren Softwarestände und führen notwendige Aktualisierungen durch. Vor Ort können beispielsweise Projektorfilter gereinigt, Sensoren kontrolliert, Lüfter von Rechnern geprüft, mechanische Elemente inspiziert oder verschlissene Teile ausgetauscht werden.
Updates kontrolliert durchführen
Automatische Updates sind bei Ausstellungs- und Präsentationssystemen nicht immer sinnvoll. Ein neues Betriebssystem- oder Treiberupdate kann einen Neustart auslösen oder das Verhalten von Grafik, Sensorik, Netzwerk oder angeschlossenen Geräten verändern. Was auf einem normalen Arbeitsplatzrechner kaum auffällt, kann eine interaktive Station im schlechtesten Fall außer Betrieb setzen.
Deshalb deaktivieren wir automatische Betriebssystemupdates bei entsprechenden Ausstellungssystemen. Betriebssystem-, Treiber- und relevante Firmware-Updates werden im Rahmen geplanter Wartungen durchgeführt und anschließend getestet.
Ersatzhardware passend zum Ausfallrisiko
Selbst professionelle Hardware kann irgendwann einen Defekt aufweisen. Deshalb klären wir schon während der technischen Planung, welche Ersatzteile ein Projekt benötigt.
Dabei betrachten wir vor allem zwei Fragen: Wie wahrscheinlich ist der Ausfall einer Komponente und welche Auswirkungen hätte er?
Kritische oder schwer verfügbare Geräte können direkt beim Kunden vorgehalten werden. Andere Ersatzhardware lagert bei Garamantis in Berlin. Für PCs und Server kommt zusätzlich der schnelle Herstellerservice infrage.
Auch kleine Komponenten gehören in diese Planung. Bei einer interaktiven Station kann ein Satz Ersatzmarker für den täglichen Betrieb genauso wichtig sein wie ein Ersatz-PC an anderer Stelle.
Es geht deshalb nicht darum, jedes Gerät doppelt zu kaufen, sondern die kritischen Punkte einer Installation sinnvoll abzusichern.
Individuelle SLA-Modelle
Garamantis bietet regulären Support beispielsweise während der üblichen Bürozeiten. Für Projekte mit höheren Anforderungen vereinbaren wir individuelle Service-Level-Agreements.
Ein Showroom mit Terminen von Montag bis Freitag braucht andere Supportzeiten als ein öffentliches Museum, das sieben Tage pro Woche geöffnet ist.
Auch die Art der Störung spielt eine Rolle. Wenn eine zentrale Steuerung ausfällt und ein kompletter Raum nicht genutzt werden kann, ist das dringender als eine kleine Einschränkung an einer einzelnen Station.
Supportzeiten, Prioritäten und Reaktionswege werden deshalb passend zum Betrieb des jeweiligen Projekts festgelegt.
Viele Probleme kann das Betriebspersonal selbst lösen
Eine gute technische Planung und Raumsteuerung reduziert die Zahl der Supportfälle entscheidend. Sämtliche Garamantis-Installationen verfügen über eine zentrale Steuerung. Mitarbeiter können darüber beispielsweise einzelne Stationen starten oder neu starten, Displays schalten, Audio und Licht steuern oder den Zustand der Technik überprüfen.
Der tägliche Betrieb lässt sich zusätzlich automatisieren. Ein Showroom startet morgens selbstständig und fährt abends kontrolliert herunter. Das Betriebspersonal muss also nicht jeden Rechner und jedes Display einzeln bedienen.
Software und Content gehören ebenfalls zum Betrieb
Ein Showroom besteht nicht nur aus Hardware. Individuelle Anwendungen, Steuerungssoftware und Schnittstellen müssen ebenfalls langfristig gepflegt werden.
Tritt beispielsweise ein Problem zwischen Sensor und Anwendung auf, kann die Ursache beim Sensor, Netzwerk, Treiber, einer Schnittstelle oder in der Software liegen. Weil Garamantis Hardware, Systemintegration und individuelle Software gemeinsam betrachtet, können wir solche Fehler über die Grenzen einzelner Komponenten hinweg untersuchen.
Auch die digitalen Inhalte verändern sich laufend. Im Garamantis Content-Management-System kommen Produkte hinzu, Videos werden ersetzt, Sprachen ergänzt und Unternehmensdaten aktualisiert.
Erfahrung aus langjährigem Betrieb
Ob eine technische Planung funktioniert, zeigt sich am zuverlässigsten im täglichen Betrieb.
Seit 2022 ist beispielsweise das Samurai Museum Berlin in Betrieb.Hinter den zahlreichen interaktiven Stationen arbeiten über hundert PCs. Das Museum ist sieben Tage pro Woche geöffnet und hat einen hohen Besucherstrom. Die technische Infrastruktur läuft dennoch seit Jahren stabil und zuverlässig.
Natürlich gibt es Wartungsfälle: Ein Projektorfilter muss gereinigt werden, ein Marker verschwindet, ein mechanisches Element verschleißt oder die Temperatur eines Rechners entwickelt sich unter Last auffällig.
Genau aus solchen Situationen entsteht Erfahrung. Wir wissen heute sehr genau, welche Komponenten im Dauerbetrieb besondere Aufmerksamkeit brauchen, wo sich Ersatzteile vor Ort lohnen und welche technischen Werte überwacht werden sollten.
Ein Showroom muss auch Jahre nach der Eröffnung funktionieren
Hardware altert, Hersteller ändern ihre Produkte und Betriebssysteme entwickeln sich weiter. Zudem gehen Besucher nicht immer so mit Installationen um, wie es am Planungstisch erwartet wird. Das lässt sich nicht verhindern. Man kann sich jedoch darauf vorbereiten.
Deshalb berücksichtigen wir Wartung bereits bei der technischen Planung, überwachen wichtige Systeme im laufenden Betrieb und führen Updates und Wartungsarbeiten kontrolliert durch. Im Falle eines Ausfalls stehen Remote-Zugänge, Ersatzhardware und definierte Supportprozesse zur Verfügung. Und wenn sich Technik oder Inhalte im Laufe der Zeit verändern, entwickeln wir die Installation entsprechend weiter.
So bleibt ein Showroom über viele Jahre hinweg ein zuverlässig nutzbarer Raum.
Häufige Fragen zu Wartung und Support
Wie oft sollte ein interaktiver Showroom gewartet werden?
Das hängt von Technik, Nutzung und Öffnungszeiten ab. In der Regel benötigen stark frequentierte öffentliche Ausstellungen häufigere Wartungen als kleinere Corporate Showrooms. Umfang und Intervalle werden deshalb projektbezogen festgelegt.
Können Showrooms vollständig remote gewartet werden?
Viele Software- und Systemprobleme lassen sich per Fernwartung lösen. Für Arbeiten an Hardware, Projektoren, mechanischen Komponenten oder Verkabelungen ist dagegen ein Techniker vor Ort erforderlich.
Welche Ersatzteile sollten vor Ort liegen?
Dies hängt von der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Kritikalität und der Lieferzeit ab. Besonders kritische Hardware sowie häufig beanspruchte oder leicht zu verlierende Elemente werden in der Regel direkt am Standort vorgehalten.
Warum werden automatische Updates deaktiviert?
Updates können Treiber, Schnittstellen oder individuelle Software beeinflussen. Deshalb führen wir relevante Updates geplant durch und testen im Anschluss die Funktionen der Installation.
Was ist ein SLA?
Ein Service-Level-Agreement (SLA) legt unter anderem Supportzeiten, Prioritäten und Reaktionswege fest. Garamantis stimmt diese Leistungen auf die Öffnungszeiten und die Anforderungen des jeweiligen Projekts ab.


