Feb. 2026
Alles ist erleuchtet: Hologramme im Corporate Showroom

Was im Film Magie ist, wird im Showroom zum Werkzeug: Hologrammartige Technologien ziehen Blicke an, erklären komplexe Inhalte räumlich und schaffen unvergessliche Markenmomente. Entscheidend ist dabei nicht der Effekt – sondern die Wirkung auf Besucher, Dialoge und Entscheidungen. Wir erklären, welche Hologramm-Technologien echten Mehrwert für Corporate Showrooms bieten.
Hologramme faszinieren Zuschauer und Besucher
Man sieht sie, die Angst, die Nervosität, aber auch die Hoffnung: Als der kleine, rollende Blechkasten R2-D2 die Botschaft von Prinzessin Leia in den Raum projiziert, ihr Hologramm Obi-Wan Kenobi um Hilfe bittet, da sitzt dieser wie gebannt vor Leias Ebenbild. Die Szene aus „Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffnung“ aus dem 1977 hat das Bild vom schwebenden Hologramm in der Popkultur definiert.
Hologramme faszinieren Menschen seit ihrer Erfindung durch den ungarisch-britischen Physiker Dennis Gabor, der dafür 1971 den Physik-Nobelpreis bekam. Ein Hologramm speichert nicht nur ein Bild, sondern die komplette Lichtinformation eines Objekts – also etwa auch Tiefe und Perspektive. Man kann um ein Hologramm „herumsehen“: Bewegt sich der Betrachter, ändert sich die Ansicht des Objekts – wie bei einem realen Gegenstand.
Echte Hologramme existieren nicht – dafür Hologramm Effekte
Echte, frei schwebende, dreidimensionale Hologramme im physikalischen Sinne gibt es bis heute nicht. Sie scheitern daran, dass die Holografie eben keine Objekte rekonstruiert, sondern deren Lichtwellen. Licht aber wird ohne eine materielle Oberfläche nicht sichtbar. Und doch gibt es Darstellungen, die oft als Hologramm bezeichnet werden – weil sie mit anderer Technik die Effekte eines Hologramms nachahmen.
Hologrammähnliche Technik sieht heute etwa, wer in London das ABBA-Musical besucht. Auch in Interactive Corporate Showrooms sind solche Techniken heute Standard. Gut gemacht, können hologrammartige Darstellungen Gespräche anregen, Inhalte besser verständlich machen und Entscheidungen unterstützen. So entstehen immersive Markenräume, die echte Entscheidungs- und Vertriebsunterstützung bieten.
Sie sind längst weiter als das Star-Wars-Beispiel. Effekte, die im Tom-Cruise Kino-Hit „Minority Report“ noch futuristisch wirkten, sind heute im Corporate Showroom Alltag. Es gibt Möglichkeiten wie im Film: Informationen können beispielsweise im Raum schweben und man kann mit Körperbewegungen tiefer in sie einsteigen.
Wir stellen die 5 wichtigsten Hologramm-Effekte vor, zeigen ihre Funktionsweise und erklären, wo sie bei der Produktpräsentation im interaktiven Showroom einen echten Mehrwert mit Wow-Effekt bieten.
1. Pepper’s Ghost: Schwebende Inhalte als präzises Erklärwerkzeug
Der sogenannte Pepper’s-Ghost-Effekt zählt zu den bekanntesten Technologien, die im Showroom-Kontext häufig als Hologramm bezeichnet werden. Ein Bild wird seitlich projiziert und über eine halbtransparente Glasscheibe oder Spezialfolie in den Raum gespiegelt. Für Besucher wirkt es, als schwebe ein dreidimensionales Objekt frei im Raum.
Besonders geeignet ist diese Technik für Produkte und technische Systeme. Betrachter müssen für eine stimmige Wirkung nah an das Objekt, das oft in einer gläsernen Vitrine mit dunklem Hintergrund sichtbar wird. Dadurch entsteht Nähe – eine Fokus Situation: sachlich, präzise, ruhig. Pepper’s Ghost setzt nicht auf raumfüllendes Staunen, sondern auf Erklärung im Detail. Auch Interaktion ist möglich, über Touch-Steuerung an der Vitrine oder Gesten.

Robust, präzise und kostengünstig: Die Pepper’s-Ghost-Technik liefert schwebende Inhalte für eine fokussierte Eins-zu-Eins-Situation zwischen Betrachter und Inhalt. Im Beispiel strahlt ein Monitor das Bild nach unten. Betrachtende können von drei Seiten drei unterschiedliche Perspektiven sehen und dabei in den Austausch gehen.
Eine Investition in eine Pepper’s Ghost-Anlage ist oft wirtschaftlich – mit kalkulierbaren Kosten. Die Installation ist robust, muss selten gewartet werden und kann im 24/7-Modus eingesetzt werden.
Fazit: Pepper’s Ghost liefert schwebende Inhalte für fokussierte Eins-zu-Eins-Situation zwischen Betrachter und Inhalt. Ein kostengünstiges und präzises Erklärmedium, ohne große Überraschungen.
2. LED-Fan-Displays: Stopp! Hier gibt es etwas zu sehen!
LED-Fans sind das „Neonschild“ unter den Hologramm-Techniken. So ein System zieht Blicke aus der Distanz an, markiert Zonen und erzeugt einen innovativen, technologischen Eindruck.
Technisch gesehen sind LED-Fan-Displays rotierende LED-Module, deren schnelldrehende Leuchtstreifen Bilder und Animationen erzeugen, die für unser Auge wie frei schwebende 3D-Objekte im Raum wirken. Auflösung und Detaildarstellung sind dabei begrenzt, Text ist kaum lesbar, Interaktion nur indirekt möglich. Besucher betrachten die Inhalte meist nur relativ kurz. Im Corporate Showroom eignen sich solche Systeme gut für Einstiegsbereiche oder als visuelle Marker – sie sind „Stopper“, keine Erklärmedien.
LED-Fan-Displays erzeugen Geräusche, brauchen aus Sicherheitsgründen Abstand zum Publikum und wirken am besten in eher dunkler Umgebung. In Corporate Showrooms sieht man LED-Fans daher meist hinter Glas, wodurch Distanz entsteht.

Ein magisches Werkzeug, das Aufmerksamkeit erzeugt und die Blicke lenkt: Schnell drehende LED-Fans in einer hohen Plexiglasröhre sind ideal, um etwa Personen dreidimensional im Raum zu zeigen. Eine Akzenttechnik, ansteuerbar wie ein Monitor.
Fazit: LED-Fan-Displays sind Akzentmedien. Im Eingangsbereich erzeugen sie Aufmerksamkeit und lenken die Blicke – im Idealfall zu anderen Systemen, die ihre Stärken in der Nähe und Detailtiefe haben.
3. Volumetrische Displays: Für echtes Verstehen bis in die Tiefe
Volumetrische Displays erzeugen durch mehrere übereinanderliegende Displays einen dreidimensionalen Effekt, der viele Vorteile für Corporate Showrooms bietet. Sie sind das Erklärmedium unter den Hologramm-Effekten. Jede Ebene zeigt eigene Inhalte, wodurch im Zusammenspiel räumliche Tiefe entsteht. Typische Anwendungsbereiche sind Schnittmodelle von Maschinen, Gebäude im Schnitt oder organische Strukturen im medizinischen oder pharmazeutischen Bereich. Volumetrische Displays spielen ihre Stärke überall dort aus, wo innere Strukturen, Prozesse oder mehrschichtige Systeme verständlich gemacht werden sollen.
Mehrere Interessierte können Inhalte gleichzeitig und aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten, was ein deutlich stärkeres Präsenzgefühl erzeugt und den Austausch fördert. Volumetrische Displays funktionieren je nach eingesetzte Technologie auch bei normalem Raumlicht. Außerdem sind sie Dialogmedien – meist kann man mit Steuerung über Berührungen oder ein Tablet zwischen Systemen wechseln oder einzelne Schichten ein- oder ausblenden.

Konzeptdarstellung eines Volumetrischen Display in Bauform einer Vitrine (KI generiertes Bild)
Die Anschaffungskosten sind eher hoch – dafür sind die geschlossenen Systeme robust und haben keine mechanischen Teile, was sie wartungsarm macht.
Fazit: Volumetrische Displays sorgen nicht in Millisekunden für staunende Augen, sondern sind ein langlebiges Werkzeug für räumliches Verstehen.
4. Transparente Displays
Transparente Displays eignen sich besonders für Corporate Showrooms, in denen physische Objekte und digitale Informationen unmittelbar miteinander verknüpft werden sollen. Die Inhalte erscheinen auf durchsichtigen Flächen, wirken damit wie ein präzises Informationsfenster: Das Produkt bleibt sichtbar, während Inhalte scheinbar davor im Raum sichtbar werden. So lassen sich Produktvarianten, Zustände, Datenlayer oder innere Strukturen einblenden, ohne das Objekt selbst zu verdecken.
Transparente Displays haben ihre Stärken in der Informationsdichte und Dialogfähigkeit. Touch- und Multitouch-Interaktion ermöglichen es Besuchenden, Inhalte selbst zu steuern, Szenarien zu wechseln oder Details aufzurufen. Im Betrieb sind Transparente Displays robust, wartungsarm und für den Dauerbetrieb geeignet. Sie funktionieren auch bei normalem Raumlicht, erfordern jedoch eine sorgfältige Gestaltung des Hintergrunds, um Spiegelungen und Kontrastverlust zu vermeiden.

Ein Erklärmedium mit fast unendlichen Möglichkeiten: Transparente Displays helfen beim Verstehen komplexer Produkte, technischer Systeme oder Konfigurationsprozesse, da Betrachtende aktiv auch in tiefer liegende Ebenen blicken können.
Fazit: Transparente Displays sind die richtige Wahl, wenn Inhalte verständlich, strukturiert und direkt am Objekt vermittelt werden sollen. Ideal für komplexe Produkte, technische Systeme oder Konfigurationsprozesse.
5. Projektion auf dünne Stoffbahnen: Groß, theatralisch, emotional
Bereits 1990 setzte David Bowie bei seiner „Sound+Vision“-Tour auf Videos, die auf dünne, praktisch unsichtbare Stoffbahnen projiziert wurden. Diese Projektionen auf Textilien werden auch Holo-Gauze oder Holo-Net genannt. Sie sind das „Theatermittel“ unter den Hologrammtechniken und erinnern das Publikum an klassische Science-Fiction-Hologramme. Sie sind besonders wirkungsvoll, wenn es um Atmosphäre, Inszenierung und emotionale Einstiege geht. Sie erzeugen großflächige Bilder, die scheinbar frei im Raum schweben.
In Corporate Showrooms eignen sie sich hervorragend für Markenmomente, szenische Übergänge oder als dramaturgischer Auftakt einer Customer Journey. Projektionen auf dünne Stoffbahnen machen auch sehr große Hologramm-Effekte möglich und sind in unterschiedlichsten Szenarien einsetzbar.
Als Informations- oder Dialogmedium sind sie nur eingeschränkt geeignet. Zudem ist die Technik stark abhängig von Raum, Licht und Blickachsen. Helle Umgebungen, Gegenlicht oder ungünstige Projektionswinkel schwächen den Effekt deutlich. Dieses großflächige System macht eine besonders intensive Planung nötig.

Das Samurai Museum in Berlin-Mitte zeigt mehr als 4.000 originale Objekte aus Japan, darunter dieses jahrhundertealte Teehaus. Durch die Projektion auf eine dünne Stoffbahn entsteht ein fantastischer Effekt, ohne dass die historische Stätte wirklich verändert wird.
Fazit: Projektionen auf Textilien eignen sich als szenografisches Highlight praktisch ohne Größenbeschränkung – weniger für erklärende Inhalte oder Beratungssituationen.
Hologramm-Effekte als strategische Werkzeuge
Hologrammähnliche Effekte können im Corporate Showroom nachhaltig und gewinnbringend eingesetzt werden. Sie bündeln Aufmerksamkeit, schaffen Orientierung, setzen Akzente oder machen räumliche Zusammenhänge verständlich. Sie unterstützen Inhalte – sie ersetzen sie nicht.
Vorteile von Hologramm-Technik:
- Wow-Momente
- längere Verweildauer
- bessere Produktverständlichkeit
- emotionalere Markenwahrnehmung
- schnelleres Erfassen komplexer Inhalte
Diese Technologien sind besonders stark dort, wo räumliche Darstellung zu echtem Verständnis führt, etwa bei inneren Strukturen, Prozessen oder komplexen Systemen. Aber auch kurzweilige Wow-Effekte können nachhaltig wirken, wenn sie in eine klare Dramaturgie eingebettet sind. Ein erfolgreicher Corporate Showroom setzt daher hologrammartige Darstellungen gezielt und dosiert ein – als Teil eines Gesamtkonzepts aus Inhalt, Interaktion und Raumgestaltung. So wird Technik zum Mittel der Kommunikation, wobei das Produkt immer im Mittelpunkt bleibt.
Hologramm-Effekte gewinnbringend einsetzen – mit dem Know-how von Garamantis
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