Feb. 2026
Immersive Räume: Ohne Konzept hilft auch die beste Technik nicht

Technik nutzt wenig, wenn sie kein Ziel hat. Bei immersiven Räumen können Unternehmen mit einer guten Konzeption teure Fehler vermeiden. Am Anfang stehen wichtige Fragen: Welche Art von immersivem Raum braucht es eigentlich? Wie schafft man echte, sinnvolle Interaktion? Und was möchte ich eigentlich wem zeigen? Ein Leitfaden für eine gelungene Konzeption immersiver Räume.
Wir alle lieben Technik, mögen das Neue, Faszinierende. Manchmal aber vernebelt der Kaufwunsch das echte Bedürfnis. Im Privaten sind technikverliebte Impulskäufe meist verzeihbar: Man braucht keinen Milchschäumer mit WLAN? Der Laptop hat genug Rechenpower für Kinoproduktionen – im Office darf er aber nur Tabellen und Webseiten starten? Nicht wirklich schlimm.
Doch wenn ein Unternehmen einen immersiven Corporate Showroom einrichten will, um damit Menschen von der Marke oder den Produkten und Dienstleistungen zu begeistern, ist eine umfassende Konzeption wichtig. Als Unternehmen muss ich wissen, welchen Inhalt ich mit welchen Kreativkonzepten und interaktiver Technik welcher Zielgruppe näher bringen möchte – und, was der wirtschaftliche Mehrwert des immersiven Raums sein soll.
Zielgruppen und Ziele
Wie bei jedem Produkt steht auch bei der Konzeption eines immersiven Raums die zentrale Frage im Mittelpunkt: Wer sind die Zielgruppen? Sollen Kunden*innen angesprochen werden, ist der Raum ein Ort für die Zusammenarbeit mit Partner-Unternehmen oder soll er eher die Bindung und Zufriedenheit der eigenen Belegschaft erhöhen?
Ist die Zielgruppe geklärt, sollte man die konkreten Ziele des Raums definieren. Geht es also eher um Branding, soll der Ort gute Gespräche für den Vertrieb einleiten oder eher die Bindung der Kun*innen mit dem Unternehmen und dessen Produkten stärken?
Erst wenn diese Fragen geklärt sind, sollte die Art der Nutzung auf die Agenda kommen. Denn immersive Räume lassen sich zur freien Erkundung genauso planen wie über geführte Gruppen oder mit einem virtuellen Gastgeber.
Content für immersive Räume
Unternehmen haben oft mehr Produkte, Patente oder Visionen, als man Gästen bei einem Besuch überhaupt nahebringen kann. Der nächste Schritt in einer Konzeption von immersiven Räumen ist also die Definition der Inhalte: Was will ich zeigen? Die Inhalte müssen zur Zielgruppe passen. Auch sollten sie nicht nur für den Vertrieb spannend sein – sondern der Corporate Identity entsprechen, denn schließlich konzipiert man hier die immersive Visitenkarte des Unternehmens. Um zu überzeugen, müssen die Inhalte zudem auch interaktiv sein und im besten Fall einen nachhaltigen Wow-Effekt erzeugen.
Kreatives Konzept
Sind Zielgruppe, Ziele und Inhalt definiert, muss daraus ein kreatives Konzept entwickelt werden. Technik darf hier kein Selbstzweck sein, denn unpassende oder inhaltslose Effekte verpuffen schnell. Unternehmen brauchen eine klare Dramaturgie und Storyline für den Raum. Sie müssen beschreiben, wo und wie visuelle und auditive Elemente die Geschichte unterstützen sollen. Ganz wichtig: Emotionen machen uns Menschen aus. Der immersive Corporate Showroom muss also auch auf emotionaler Ebene die Besuchenden ansprechen.

Drei Arten von immersiven Räumen
Immersive Corporate Showrooms haben fast unendliche Möglichkeiten. Doch lassen sich grob drei Grundtypen unterscheiden.
- Panorama-Raum: Bei diesem Format wird auf eine gekrümmte oder umlaufende Wand projiziert. Die Besuchenden stehen oder bewegen sich innerhalb eines großen Bildraums, der ihr Sichtfeld nahezu vollständig einnimmt. Panorama-Projektionen sind besonders in Museen und Ausstellungen verbreitet, weil sie Inhalte atmosphärisch und zugleich erzählerisch vermitteln können.
- CAVE / Box: Hier erfolgt die Projektion auf mehreren Flächen gleichzeitig – meist auf drei bis vier Wände, teilweise zusätzlich auf Boden und Decke. Dadurch entsteht ein nahezu vollständig geschlossener, begehbarer Bildraum, der eine besonders starke Immersion ermöglicht. CAVE-Installationen eignen sich vor allem für Simulationen, Produktvisualisierungen oder komplexe räumliche Darstellungen.
- Dome / Kuppel: Bei dieser Variante werden Inhalte auf eine halbkugelförmige oder vollständige Kuppel projiziert, ähnlich wie in einem Planetarium. Die Projektion umgibt das Publikum von oben und erzeugt ein starkes Gefühl von Weite und Tiefe. Kuppelräume sind ideal für narrative Inszenierungen, wissenschaftliche Visualisierungen oder eindrucksvolle Markenerlebnisse.
Ohne Interaktion keine echte Immersion
3-D-Kinos oder Profi-Feuerwerke sind toll. Das Erlebnis ist dabei aber eher passiv: Man schaut, lauscht, staunt. Ein gelungener immersiver Raum bezieht Besuchende ein und bringt sie dazu, mitzumachen. Bei der Konzeption gilt es also herauszufinden, welche Interaktionselemente genutzt werden können – und zwar intuitiv und einfach. Denn nur so gelingt es, die Botschaft zu unterstützen und für ein Erlebnis mit Mehrwert zu sorgen. In einem interaktiven Immersive Space tauchen Besuchende in eine virtuelle Realität ein. Sie gehen, rennen und gestikulieren in den projizierten Umgebungen – ihre Handlungen verändern das Geschehen in Echtzeit.
Interaktion kann dabei ganz unterschiedlich aussehen:
- Bewegungsbasierte Interaktion: Sensoren wie beispielsweise LIDAR erkennen Position und Gesten. Wer sich einer Position nähert, löst Animationen aus oder öffnet Inhalte.
- Objekt-Interaktion: Ein physisches Exponat wird berührt oder bewegt – digitale Layer reagieren darauf und zeigen zusätzliche Informationen oder Simulationen.
- Personalisierte Inhalte: Besuchergruppen erhalten unterschiedliche Storylines, je nach Branche, Rolle oder Interesse.
- Multi-User-Interaktion: Mehrere Personen beeinflussen gemeinsam ein Szenario – etwa ein Team-Spiel oder ein Energiefluss-Modell.
- Live-Moderation: Präsentator*innen steuern Szenen dynamisch per Tablet oder Gesten und reagieren spontan auf Fragen aus der Gruppe.
Technologisch sind dem Machbaren kaum Grenzen gesetzt. Wichtig bleibt hier: Technologie allein schafft noch keine Immersion. Entscheidend ist, dass Interaktion sinnvoll eingebettet ist: intuitiv, narrativ begründet und dramaturgisch geführt. Am eindrucksvollsten wirken immersive Räume dann, wenn Interaktivität nicht als „Feature“, sondern als essentieller Teil der Geschichte wahrgenommen wird. Besuchende sollten nicht denken: „Ah, da ist ein Sensor.“ Sondern: „Wow, ich habe gerade etwas ausgelöst!“

Warum sich ein Interaktiver Immersiver Raum für Unternehmen lohnt
Interaktive und immersive Spaces erzeugen mehr als nur Staunen. Sie verlängern die Aufmerksamkeitsspanne, weil Besuchende aktiv eingebunden sind, statt Inhalte nur zu konsumieren. Durch das eigene Erleben steigen Erinnerungswert und Verständnis deutlich – komplexe Zusammenhänge bleiben nachhaltiger im Gedächtnis. Gleichzeitig entsteht eine stärkere emotionale Bindung zur Marke oder zum Produkt. Hinzu kommt ein strategischer Vorteil: Interaktionen lassen sich messen – etwa über Verweildauer, Interaktionspunkte oder Entscheidungswege. So werden immersive Räume zu echten Werkzeugen für Marketing und Vertrieb – nicht nur zu beeindruckenden Show-Effekten.
So gelingt die Konzeption mit dem Knowhow von Garamantis
Immersive Räume sind schier endlose Möglichkeitswelten. Auf dem Weg dorthin kann man sich aber auch schnell verlaufen – insbesondere am Anfang des Weges. Um unnötige Umwege zu vermeiden, braucht es einen Partner, der wichtige Fragen stellt und passende Lösungen mitbringt. Garamantis gestaltet interaktive Erlebnisse, bei denen Kreativität und Technologie verschmelzen. In maßgeschneiderten immersiven Räumen bringt Garamantis die Marke, die Produkte und die Dienstleistungen von Unternehmen perfekt zur Geltung. Als Full-Service-Anbieter begleiten wir Sie mit unserer Expertise von Anfang an auf dem Weg zu einem Corporate Space mit echtem Mehrwert.