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Garamantis – Interactive Technologies
18 MAI. 2021

Showroom für Unternehmen: Definition, Ziele, Nutzen und Technologien

  • Showroom
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Showroom für Unternehmen - Definition, Ziele und Nutzen

Ein Showroom ist ein physischer, digitaler oder hybrider Erlebnis- und Präsentationsraum, in dem Unternehmen ihre Produkte, Dienstleistungen, Technologien und Markenbotschaften verständlich inszenieren. Anders als in einem klassischen Verkaufsraum steht nicht der unmittelbare Abverkauf im Mittelpunkt, sondern das Erleben, Verstehen und persönliche Gespräch.

Auf dieser Seite erfahren Sie, was ein Showroom ist, welche Arten und Ziele es gibt, welche Showroom Technology eingesetzt werden kann und worauf Unternehmen bei Planung und Betrieb achten sollten.

Kurz erklärt: Ein Showroom macht Produkte, Leistungen und Marken für ausgewählte Zielgruppen erlebbar. Er kann dauerhaft am Unternehmensstandort, temporär, rein digital oder als hybride Kombination umgesetzt werden.

Was ist ein Showroom? Definition

Ein Showroom ist ein interaktiver Erlebnisraum, in dem Botschaften, Dienstleistungen und Produkte Ihres Unternehmens verständlich und besonders attraktiv präsentiert werden. Idealerweise beeindruckt und inspiriert er seine Besucher*innen nicht nur durch seine Inhalte, sondern auch durch innovative und kreative Präsentationsformen. Dazu gehören beispielsweise ein intuitiver Zugang und die spielerische Vermittlung von Informationen sowie eine durchdachte Inszenierung für Ihre Zielgruppen.

Ein Showroom kann als Ausstellungsraum, Markenwelt, Innovation Center, Customer Experience Center oder digitaler Präsentationsraum ausgestaltet sein. Entscheidend ist, dass Raum, Inhalte und Interaktion auf ein konkretes Kommunikations- oder Vertriebsziel einzahlen.

Nicht zu verwechseln ist der Showroom mit „Showrooming“. Damit wird ein Einkaufsverhalten bezeichnet, bei dem sich Kund*innen Produkte stationär ansehen und Preise oder Kaufoptionen anschließend online vergleichen. Ein Unternehmens-Showroom ist dagegen ein bewusst konzipierter Präsentations- und Erlebnisraum.

So weit die Definition. Wenn Sie jedoch das erste Mal in Ihrem perfekt konzipierten und formschön umgesetzten Showroom stehen, sehen sie darin vor allem eins: die Identität Ihres Unternehmens.

Welche Arten von Showrooms gibt es?

  • Corporate Showroom und Markenwelt: Präsentiert das Unternehmen, seine Geschichte, Werte, Innovationen und Kompetenzen. Er eignet sich für Kund*innen, Partner*innen, Investor*innen, Bewerber*innen und weitere Stakeholder.
  • Produkt- und B2B-Showroom: Macht erklärungsbedürftige, große oder schwer transportierbare Produkte anschaulich. Demonstrationen, Modelle, digitale Zwillinge und interaktive Konfiguratoren unterstützen Beratung und Vertrieb.
  • Digitaler oder virtueller Showroom: Stellt Produkte und Inhalte orts- und zeitunabhängig über Browser, 3D-Umgebung oder VR bereit. Er kann einen physischen Raum ergänzen oder als eigenständiger Kontaktpunkt dienen.
  • Hybrider Showroom: Verbindet reale Exponate, persönliche Beratung und digitale Inhalte. So lassen sich Informationen flexibel aktualisieren, unterschiedliche Detailtiefen anbieten und entfernte Standorte einbinden.

Ziele und Anwendungsfälle eines Showrooms:

  • Kommunizieren Sie die Werte Ihrer Marke auf packende Art und Weise.
  • Erzählen Sie Ihre Unternehmensgeschichte so, dass Ihre Zielgruppe zuhört.
  • Informieren und inspirieren Sie Stakeholder.
  • Stellen Sie Ihr Produktportfolio vor und Ihren USP in den Fokus.
  • Interagieren Sie direkt und nachhaltig mit Ihren Zielgruppen.
  • Interagieren Sie direkt und nachhaltig mit Ihren Zielgruppen.

Ergänzend kann ein Showroom qualifizierte Folgegespräche anstoßen, Vertriebsprozesse unterstützen, Feedback aus Kundengesprächen sichtbar machen und als Ort für Workshops, Schulungen, Presse- oder Recruiting-Formate dienen.

Interaktive Unternehmenspräsentationen mit Bildschirmwand und Touchtable im Daikin Showroom

Interaktive Unternehmenspräsentationen mit Bildschirmwand und Touchtable im Daikin Showroom

4 Gute Gründe für einen Showroom:

1. Mehrere Zielgruppen an einem Ort erreichen

Vermutlich denken Sie für Ihren Showroom vorrangig an Zielgruppen wie Kund*innen, Interessent*innen und Investor*innen. Tatsächlich können Sie aber auch bestehende und zukünftige Mitarbeiter*innen, Partner*innen, Lieferant*innen, Politiker*innen, Pressevertreter*innen und weitere Zielgruppen mithilfe Ihres Showrooms informieren und begeistern.

2. Messen und Vertrieb dauerhaft ergänzen

Ein eigener Showroom ergänzt Messen, Vertriebstermine und digitale Präsentationen dauerhaft. Unternehmen können Besucher*innen am eigenen Standort empfangen, Inhalte unabhängig von Messeterminen zeigen und Gespräche auf die jeweilige Zielgruppe zuschneiden.

3. Produkte, Leistungen und Marke erlebbar machen

Sorgfältig geplant und abwechslungsreich bespielt, entwickelt sich ein Showroom schnell zu einem messbaren Umsatzbringer. Eine permanente Bespielung sorgt für kontinuierliche Kontakte. Und diese bleiben durch einen eindrucksvollen Live-Touchpoint nachhaltig positiv in Erinnerung.

4. Kontakte, Gespräche und Vertrieb unterstützen

Werte, Visionen und Innovation lassen sich schwer per Zoom oder PowerPoint greifbar machen. In einem Showroom lassen Sie Ihre Zielgruppen multimedial mit allen Sinnen in Ihre Erlebniswelt eintauchen. 

Showroom für Unternehmen - Definition, Ziele und Nutzen

Showroom Technology: Welche Technik kommt zum Einsatz?

Die passende Showroom-Technologie ergibt sich aus Inhalt, Zielgruppe und gewünschter Interaktion – nicht umgekehrt. Typische Bausteine sind Multitouch-Tische und -Wände, Screenwalls, interaktive Vitrinen, Projektionen, Objekt- und Personenerkennung, Augmented Reality, Virtual Reality, 3D-Modelle, Licht- und Soundsteuerung sowie ein CMS für die laufende Aktualisierung der Inhalte.

Für eine gute Nutzerführung sollten Besucher*innen schnell erkennen, was sie tun können. Interaktionen müssen intuitiv sein, Präsentationen sollten sowohl geführt als auch selbstständig funktionieren und wichtige Inhalte müssen auch ohne technisches Vorwissen verständlich bleiben.

Für welche Unternehmen lohnt sich ein Showroom?

Ein Showroom lohnt sich besonders für Unternehmen, deren Produkte oder Leistungen erklärungsbedürftig, komplex, groß, variantenreich oder schwer zu transportieren sind. Auch Unternehmen mit mehreren Zielgruppen, hohem Innovationsanspruch, regelmäßigen Kundenbesuchen oder einer erklärungsbedürftigen Unternehmensgeschichte profitieren von einem dauerhaft nutzbaren Erlebnisraum.

  • Industrie- und Technologieunternehmen mit komplexen Anlagen, Prozessen oder Services
  • B2B-Anbieter mit langen Entscheidungsprozessen und mehreren Beteiligten
  • Marken, die Produkte multisensorisch und im passenden Anwendungskontext zeigen möchten
  • Unternehmen, die Kundentermine, Schulungen, Recruiting, Presse und Events an einem Ort bündeln

Showroom planen: Von der Zieldefinition bis zum Betrieb

1. Ziele und Zielgruppen definieren: Welche Handlung oder Erkenntnis soll nach dem Besuch entstehen?

2. Inhalte und Storyline entwickeln: Welche Kernbotschaften, Produkte und Belege müssen in welcher Reihenfolge vermittelt werden?

3. Raum und Besuchsablauf konzipieren: Wie bewegen sich Besucher*innen durch den Raum, wo entstehen Gespräche und wo sind Ruhepunkte nötig?

4. Technologie und Software auswählen: Welche Medien lösen die inhaltliche Aufgabe am besten und lassen sich zuverlässig betreiben?

5. Betrieb, Pflege und Erfolgsmessung sichern: Wer aktualisiert Inhalte, betreut Technik, schult Teams und wertet Nutzung sowie Feedback aus?

Physischer, digitaler oder hybrider Showroom?

Variante

Stärke

Geeignet, wenn …

Physisch

Produkte real erleben; persönliche Beratung; starke Raumwirkung

Haptik, Größe, Atmosphäre oder Live-Demonstration wichtig sind.

Digital/virtuell

Ortsunabhängiger Zugang; skalierbare Inhalte; globale Reichweite

Zielgruppen verteilt sind oder Produkte digital visualisiert werden können.

Hybrid

Reale und digitale Vorteile kombinieren; Inhalte flexibel vertiefen

ein physischer Raum durch digitale Services, Remote-Zugriff oder 3D-Inhalte erweitert werden soll.

showroom technology - Interaktive Station im Unternehmens-Showroom von Panasonic

Tipp: Marathon statt Sprint

Erfolgreiche Unternehmens-Showrooms erfordern eine erhebliche Investition sowie kontinuierliche Wartung und Pflege. Stellen Sie daher sicher, dass Sie in der Planung und Realisierung alle grundlegenden Anforderungen erfüllen, damit das Ergebnis maximal auf Ihre Unternehmensziele einzahlt. Ein langfristiges Konzept macht sich im wahrsten Sinne bezahlt.

Planen Sie neben Bau und Eröffnung auch Content-Verantwortung, Update-Prozesse, technische Betreuung, Schulungen und Erfolgsmessung ein. So bleibt der Showroom aktuell und kann für unterschiedliche Besuchsanlässe langfristig genutzt werden.

Drei Showroom Referenzen aus der Praxis

1. Wack Group – Corporate Showroom

Für die neue Firmenzentrale der Wack Group entwickelte Garamantis einen interaktiven Corporate Showroom mit vier individuell konzipierten Stationen. Herzstück ist ein eigens entwickeltes 3-Layer-Display, das transparente OLED-Touchscreens, LED-Technologie und physische Effekte miteinander verbindet. So werden Unternehmensgeschichte, Produktwelten und technologische Kompetenz nicht nur präsentiert, sondern räumlich und interaktiv erlebbar.

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KEBA Innovation Space – personalisierte Produktpräsentation

Im KEBA Innovation Space wird der Showroom individuell auf den jeweiligen Besucher zugeschnitten. Gemeinsam mit dem Gastgeber werden zunächst relevante Themen ausgewählt. Anschließend bringen autonome Transportfahrzeuge passende Exponate in den Raum und verbinden diese mit digitalen Inhalten. Das Projekt zeigt besonders gut, wie sich ein Corporate Showroom für komplexe B2B-Produkte und personalisierte Kundentermine einsetzen lässt.

Innovation Space Showroom mit KEBA AGVs vor Screen-Wand

Bilfinger – interaktive Medienwand

Für Bilfinger realisierte Garamantis eine großformatige interaktive Projection-Mapping-Wand im Eingangsbereich. Die Installation verbindet physische Gestaltung, Projektion und Interaktion zu einer medialen Unternehmenspräsentation. Sie zeigt, dass ein Showroom nicht zwingend aus vielen einzelnen Exponaten bestehen muss: Auch eine zentrale Installation kann Markenbotschaften, Leistungen und komplexe Inhalte wirkungsvoll vermitteln.

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Dieser Blogeintrag ist ein Thema aus unserem umfangreichen Whitepaper „Showrooms für Unternehmen erfolgreich planen und realisieren - Eine Anleitung vom WIE zum WOW“. Wenn Sie das Whitepaper kostenlos erhalten möchten, schreiben Sie bitte eine Mail mit dem Betreff „Whitepaper Showroom“ an [email protected].

Häufige Fragen zu Showrooms für Unternehmen

Was ist ein Showroom?

Ein Showroom ist ein Präsentations- und Erlebnisraum, in dem Unternehmen Produkte, Leistungen, Technologien oder ihre Marke anschaulich vermitteln. Der direkte Verkauf kann eine Rolle spielen, steht aber meist nicht im Mittelpunkt.

Welche Ziele hat ein Showroom?

Typische Ziele sind Produktverständnis, Markeninszenierung, Vertriebsunterstützung, Kundenbindung, Stakeholder-Kommunikation, Recruiting und die Anbahnung weiterer Gespräche.

Welche Showroom-Technologien gibt es?

Häufig eingesetzt werden Multitouch-Systeme, Screenwalls, interaktive Vitrinen, Projektionen, Sensorik, Objekt- und Gestenerkennung, AR, VR, 3D-Visualisierungen, Raumsteuerung und Content-Management-Systeme.

Was ist der Unterschied zwischen Showroom und Verkaufsraum?

Im Verkaufsraum ist der unmittelbare Kauf zentral. Im Showroom stehen Präsentation, Beratung, Marken- und Produkterlebnis sowie die Vorbereitung einer späteren Entscheidung im Vordergrund.

Für welche Unternehmen eignen sich Showrooms?

Besonders geeignet sind Showrooms für B2B-, Industrie- und Technologieunternehmen sowie für Marken mit erklärungsbedürftigen, hochwertigen, großen oder variantenreichen Produkten und Leistungen.

Was kostet ein Showroom?

Die Kosten hängen unter anderem von Fläche, Ausbau, Medien, Individualsoftware, Content-Produktion, Integration und laufendem Betrieb ab. Eine belastbare Einschätzung erfordert ein definiertes Zielbild und einen klaren Leistungsumfang. Einen ausführlichen Überblick finden Sie in unserem Artikel Showroom-Kosten: Bau und Betrieb.