Das Wiener Riesenrad ist ein Wahrzeichen der Stadt. Es wurde 1897 errichtet und zählte damals zu den größten Riesenrädern der Welt. Heute erleben Besucher den Ort nicht nur als historisches Monument, sondern auch als moderne Attraktion. Damit die Wartezeit im neuen Foyer angenehmer wird, entstand eine Medienwand, die Gäste unterhält und gleichzeitig Wissen vermittelt. Ars Electronica Solutions war für die mediale Inszenierung des neuen Foyers verantwortlich. Im Rahmen dieses Projekts setzte Garamantis die Software für die Medienwand um. Ziel war eine Lösung, die zuverlässig im Dauerbetrieb läuft und Inhalte so zeigt, dass sie im Raum präsent sind, ohne die Architektur zu überladen.
Idee und Aufbau der Medienwand
In eine flächig bedruckte Wand sind vier vernetzte Bildschirme integriert. Diese sind so eingebunden, dass sie zunächst in der homogenen Oberfläche „verschwinden“. Erst wenn Inhalte abgespielt werden, öffnet sich die Fläche visuell und gibt den Blick auf digitale Elemente frei. Dadurch wirkt die Wand im Grundzustand ruhig, während sie sich bei Bedarf gezielt aktiviert.
Inhalt und Storytelling
Für das Foyer wurde eine comicartige Familie entwickelt, die Besucher durch die Inhalte führt. Ergänzend entstand ein Maskottchen, das die Fragen der Familie beantwortet und Informationen leicht verständlich auf den Punkt bringt. So entstehen kurze, klare Lerneinheiten, die sich für Kinder genauso eignen wie für Erwachsene.
Die Inhalte der Medienwand sind vor allem historisch und technisch. Archivmaterial wurde dafür so aufbereitet, dass es gut lesbar bleibt und sich an verschiedene Altersgruppen richtet. Gleichzeitig zeigt die Wand immer wieder die Gegenwart des Riesenrads: Über eine Livekameraübertragung aus den Waggons sehen Wartende, was gerade passiert und wie die Fahrt wirkt.
Ergebnis
Die Medienwand verbindet Architektur, Unterhaltung und Information. Sie schafft Abwechslung in der Wartesituation, vermittelt Wissen ohne lange Textflächen und bringt durch Livebilder einen direkten Bezug zur aktuellen Fahrt.
Fotos: Ars Electronica Solutions